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Grußwort
Gewalthandlungen und Aggressionen an Schulen und anderen
pädagogischen Einrichtungen sind nicht neu, aber
sie sind nach wie vor ein ernstzunehmendes Thema. Jedoch
sollen vereinzelt auftretende extreme Ereignisse nicht
den Blick auf die alltäglichen Konflikte und Schwierigkeiten
an Bildungseinrichtungen verstellen. Vielfältige
Erscheinungsformen von Gewalt, Ausgrenzung, Mobbing,
Aggressionen und Bedrohung bis hin zu körperlichen
Angriffen sind die Problemfelder, denen sich Schulleitungen,
Lehrerinnen und Lehrer und sozialpädagogische Fachkräfte
im Schulalltag stellen müssen.
Schülerinnen und Schüler zu stärken,
ihre Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen
und ihre sozialen Kompetenzen zu festigen ist Teil des
pädagogischen Auftrags aller Schulen. Die Verbesserung
des täglichen Miteinanders sowie eine Kultur der
gegenseitigen Anerkennung sind wesentliche Voraussetzungen
für effektives Lernen und Arbeiten. Für diese
Aufgabe stellen Ihnen die Schulaufsicht, die pädagogischen
Service-Einrichtungen, die Polizei und viele Andere
vielfältige, in der Praxis erprobte Materialien,
Programme und Beratungsangebote zur Verfügung.
Der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz, ein
von der Landesregierung eingerichtetes Gremium zur Kriminalprävention,
bündelt auf Landesebene die vielfältigen gesamtgesellschaftlichen
Bestrebungen und bietet mit der Einrichtung von themenorientierten
Arbeitsgruppen theoretische sowie praktische Hilfeleistungen
an. Die Arbeitsgruppen "Jugend" und "Gewalt"
haben bereits in 2006 eine Handreichung für Lehrerinnen
und Lehrer erarbeitet, die in Form dieses elektronischen
Leitfadens "Gewalt-tut-weh" einen Überblick
über die in Rheinland-Pfalz angebotenen Beratungs-und
Informationskompetenzen zum Thema "Schulische Gewalt"
bietet.
Diese Homepage ist 2008 aktualisiert worden und erfuhr
im Sommer 2011 abermals eine Überarbeitung. An
dieser Stelle bedanke ich mich bei allen mitwirkenden
Institutionen, da letztendlich die Aktualität dieser
Seite von den Hinweisen der fachspezifischen Verantwortlichen
abhängt.
In diesem Leitfaden werden nicht nur Themen der Gewaltprävention
aufgegriffen, sondern erweiterte Problemfelder wie Sucht,
Ess-Störungen, Vandalismus, (auto)aggressives Handeln,
etc. mit einbezogen. Für pädagogische Fachkräfte
gilt es hierbei, einen Weg zu finden, welcher der Verantwortung
und den Möglichkeiten bzw. Grenzen der Hilfeleistung
gleichermaßen gerecht wird. Deshalb soll der Leitfaden
dazu beitragen, das vorhandene Hilfe- und Beratungsangebot
bekannt zu machen.
Ich bin mir sicher, diese Informationen geben Ihnen
wertvolle Impulse, wenn es darum geht Kindern und Jugendlichen
zu helfen, sie zu unterstützen, zu fördern
und sie stark zu machen.
Roger Lewentz
Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur
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